Architektur als gesellschaftlicher Auftrag /
Der Architekt Peter Thomann – beeinflusst wie viele seiner Generation von grossen Meistern wie Le Corbusier und dem Bauhaus – liebt das Spiel mit Formen und Materialien. Er sieht den Bau als Prozess und denkt nach dem Grundsatz «form follows function». Ihn interessiert die Ökonomie der Mittel. Raumqualität an Stelle von Schnickschnack. Thomann sucht die Architektur, die wirkt und bewirkt.

In Eigenentwicklung entstanden unkonventionelle Elemente wie Schrägfassade mit motorisiertem Falt-Klappladen als Sonnen- und Sichtschutz, transparente Raumabschlüsse sowie Beschattungssegel. Eine absolute Besonderheit sind die Stahlzylinder, welche das ganze Gebäude durchdringen und über dem Dach als Energiezentrale mit Sonnen-
kollektoren prägnant wirken. Einem Tank ähnlich, dienen die Stahlzylinder als Behälter für Bäder und Küche.

Ökologie und Architektur im Zusammenspiel /
Die Designvorstellungen und der Anspruch an Nachhaltigkeit konnten in intensiver Zusammenarbeit mit Energieberatern von Projektbeginn an in Einklang gebracht werden. Beispielsweise ist das transparent überdeckte Atrium eine stimmungsvolle Wohnraumerweiterung, dient aber auch als thermischer Puffer, um die Wärmeverluste zu reduzieren. Nicht nur die Energiethemen wurden frühzeitig berück-
sichtigt. Auch Baustatik, Haustechnik und Akustik haben die Architektur inspiriert. Dieses Zusammenwirken führte zu einer grossartigen Formgebung, aber auch zu einer wirtschaftlichen und energieeffizienten Bauweise.

Holzriemen oder Industrieboden? Gedämpfte oder intensive Farben? Mit der Wahl des Innenausbaus und der Farbgebung kann jedes Wohnunikat individuell gestaltet werden.